Smartphones, Social Media und KI sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, und gleichzeitig wächst das Gefühl, abgehängt oder allein zu sein. Soziale Isolation und Einsamkeit nehmen zu: bei Jugendlichen, die in sozialen Netzwerken mehr Vergleich als Verbindung erleben, ebenso wie bei älteren Menschen, für die der digitale Raum eine verschlossene Tür geblieben ist. Dabei liegt gerade hier eine Chance: Wer digitale Werkzeuge versteht und souverän nutzen kann, kann damit echte Beziehungen aufbauen, gesellschaftlich teilhaben und den eigenen Alltag selbstbestimmt gestalten.
Im Schwerpunkt 2026/2027 fördern wir Projekte, die Medienkompetenz, IT-Kompetenz und Social-Media-Kompetenz gezielt einsetzen, um soziale Teilhabe zu stärken. Uns geht es dabei nicht um Digitalisierung als Selbstzweck, sondern um das, was dahinter steht: Verbindung, Selbstwirksamkeit und die Fähigkeit, in einer digital geprägten Welt aktiv mitzumachen.
Wir fördern beispielsweise Projekte, die:
Das können Workshops sein, aufsuchende Angebote, Peer-Formate, Kurse in Bibliotheken oder Gemeindezentren oder neue Ideen, auf die wir selbst noch nicht gekommen sind.
Wir unterstützen Projekte, die sich für den Schutz, die Stärkung und soziale Teilhabe von Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte einsetzen. Gefördert werden Initiativen und Organisationen, die sozialen Austausch und langfristige Perspektiven schaffen, z.B. durch den Zugang zu Bildung, Ausbildung oder Arbeit. Dieser Förderschwerpunkt unterstützt sowohl niedrigschwellige Angebote wie z.B. Sprachkurse, interkulturelle Begegnung beim Kochen, Bewerbungstrainings, oder IT-Ausstattung. Das Ziel ist es, die gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Wir fördern gezielt auch Projekte, die Frauen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte unterstützen und ihre gesellschaftliche Teilhabe und Selbstbestimmung fördern.
In Anbetracht antidemokratischer Tendenzen, stärken wir Projekte zu politischer Bildung und demokratischem Dialog. Wir fördern Initiativen, die politische Auseinandersetzung und konstruktiven
Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen und demokratische Werte erfahrbar machen. Wir wollen Arbeit zum Beispiel in Form von Projekttagen oder Planspielen zu
Themen wie Extremismusprävention, Anti-Rassismus, Feminismus oder demokratischem Diskurs ermöglichen. Ein Fokus unserer Förderung liegt auf Ausbildungsstätten und Begegnungszentren für junge
Menschen. Gerade junge Menschen sind besonders anfällig für extremistische Narrative und digitale Hassbotschaften. Deshalb unterstützen wir Projekte, die an Schulen sowie in der beruflichen
Bildung politische Bildung stärken und demokratische Kompetenzen fördern.
Besonders fördern möchten wir Angebote, die nicht primär an Gymnasien stattfinden, sondern insbesondere an Realschulen, Mittelschulen, Gesamtschulen, Berufsschulen, FOS/BOS oder in Jugendzentren
umgesetzt werden. Unsere Initiative verfolgt das Ziel, ein breites Spektrum an Bildungs- und Begegnungseinrichtungen zu erreichen und somit demokratische Teilhabe & Bildung nachhaltig zu
stärken.
In Zeiten wachsender gesellschaftlicher Polarisierung möchten wir Projekte fördern, die sich vor Ort, d.h. in Dorfgemeinschaften, auf dem Land oder in Stadtvierteln gegen jegliche Form des Extremismus einsetzen. So möchten wir beispielsweise Projekte unterstützen, die sich gegen Rechtsextremismus, Sexismus, Antisemitismus, Islam-Feindlichkeit und Rassimus engagieren. Auch Begegnungsräume, die ein konstruktives, demokratisches Miteinander möglich machen, wollen wir in diesem Kontext stärken. Beispielhafte Projekte sind Rechtsberatung, (psychosoziale) Unterstützungsnetzwerke für Betroffene rassistischer oder sexistischer Gewalt, Schulungen für Fachkräfte oder auch Workshops zur Förderung von Zivilcourage.
